Sozial- und Erziehungsdienst: Remscheider Beschäftigte auch für Annahme des Angebotes

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Das Ergebnis der Urabstimmung der komba gewerkschaft steht fest: 64,04 Prozent der Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst stimmten für die Annahme der Einigung im Tarifkonflikt. Damit geht das zähe Ringen zwischen den drei Gewerkschaften und der Arbeitgeberseite vorerst zu Ende.

Nachdem sich Gewerkschaften und die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) am 30. September auf eine neue Entgeltordnung geeinigt haben, stimmten jetzt auch die komba-Mitglieder in einer Urabstimmung für die Annahme. „Angesichts der schwierigen Ausgangslage ist es in der letzten Verhandlungsrunde gelungen, noch einmal Verbesserungen gegenüber dem Schlichterspruch zu erzielen. Unsere komba-Kolleginnen und Kollegen haben heute mit ihren Stimmen die Annahme des Ergebnisses bestätigt“, sagt Josef Köster, Vorsitzender der komba Remscheid. Auch in Remscheid haben komba-Mitglieder aus dem Sozial- und Erziehungsdienst gestreikt und an der Urabstimmung teilgenommen.
Kai Störte, Sprecher des Fachbereichs Erziehung und selber in einer Remscheider Kita tätig: „Ich freue mich über das deutliche Votum für die Annahme. Und ich bin sehr stolz auf meine Kolleginnen und Kollegen, die sich in unterschiedlichen Gewerkschaften solidarisch und streikbereit wie noch nie gezeigt haben. Damit konnten wir letztendlich doch noch eine Nachbesserung des Schlichterspruches erkämpfen.“
Grundsätzlich sieht das auch Judith Prinz so. Sie ist ebenfalls Erzieherin in einer Remscheider Kita und weist darauf hin, dass viele Kolleginnen und Kollegen vor Ort enttäuscht und mit dem jetzigen Ergebnis höchstens als Zwischenschritt einverstanden sind. Einige Berufe erfahren nahezu keine Verbesserung, wichtige Bedingungen sind unerfüllt geblieben. Hier dürften komba und die anderen beteiligten Gewerkschaften nicht lockerlassen.
„Auch wenn eine Fortsetzung der Streiks damit abgewendet ist, machen wir als komba gewerkschaft deutlich, dass das Thema Wertschätzung für uns noch lange nicht vom Tisch ist. „Die geforderte Wertschätzung wurde in den vergangenen Monaten angestoßen. Die Einigung bedeutet daher keinesfalls, Haken dran. Es ist ein Auftakt. Jetzt heißt es, das Thema weiter in der gesellschaftlichen Diskussion zu halten und voranzubringen“, erklärt Kai Störte dazu. Ziel ist es, die Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten langfristig und entsprechend der veränderten Berufsbilder zu verbessern.

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