22.02.2018 / komba gewerkschaft nrw

Telearbeit und Teilzeit verhindern Aufstiegschancen

Welche Auswirkungen die zunehmende Digitalisierung auf Karrieremöglichkeiten von Frauen hat, stand im Mittelpunkt einer Fachtagung der Landesfrauenvertretung des DBB NRW am Dienstag (20. Februar) in Düsseldorf. Auch komba-Vertreterinnen und Vertreter diskutierten intensiv mit.

© Friedhelm Windmüller / dbb verlag
© Friedhelm Windmüller / dbb verlag

Mehr Flexibilität der Arbeitsplatzgestaltung? Die Digitalisierung macht dies in vielen Fällen möglich. Eine Erleichterung für alle, die Beruf, Familie und Pflege besser in Einklang bringen wollen. Die Kehrseite der Medaille: Beschäftigte, die im Home Office sind, lassen sich aufgrund ihrer Abwesenheit, besonders was Teamarbeit, Sozialverhalten und Integrationsfähigkeit angeht, schlechter beurteilen. Chancen auf gute Beurteilungen schwinden auch bei der Teilzeitarbeit, die besonders häufig von Frauen ausgeübt wird. In der Folge werden Frauen seltener befördert. Zu dieser Erkenntnis gelangt nun eine Studie des DBB NRW und der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung NRW zur „Geschlechtergerechtigkeit im Öffentlichen Dienst in NRW“. Eine stärkere Sensibilisierung und Aufklärung ist laut Studie ein möglicher Ansatz, Verbesserungen zu erzielen.

In einer offenen Diskussion appellierte Sandra van Heemskerk, stellvertretende Landesvorsitzende der komba nrw, daran mehr Eigenverantwortung zu übernehmen: „Frauen haben eine wichtige Stimme. Sie sollten sich noch stärker in Positionen einbringen, in denen sie Einfluss nehmen können. Dazu gehören beispielsweise Interessenvertretungen wie Personal- und Betriebsräte oder Gewerkschaften.“

Das Landesgleichstellungsgesetz hat inzwischen die Möglichkeiten der Gleichstellungsbeauftragten ausgebaut, dennoch sind Frauenförderpläne weiter nötig. Darauf verwies Brigitte Alaerds-Zolke, Personalrätin der StädteRegion Aachen und Mitglied der komba Kommission für Chancengleichheit: „Diese Pläne dienen als Instrument der Personalentwicklung im öffentlichen Dienst. Sie tragen dazu bei, Transparenz zu schaffen und sorgen dafür, dass strukturelle Benachteiligungen von Frauen weiter abgebaut werden.“

Neben komba-Vertretern und Vertreterinnen, darunter Elke Stirken (Vorsitzende der DBB NRW Landesfrauenvertretung), nahmen auch Ina Scharrenbach (Kommunal und Gleichstellungsministerin des Landes NRW), Helene Wildfeuer (Vorsitzende der dbb bundesfrauenvertretung) und Roland Staude (Vorsitzender des DBB NRW) teil.

Brigitte Alaerds-Zolke (links) mit der Moderatorin Beate Kowollik (Foto: © Friedhelm Windmüller / dbb verlag)
Sandra van Heemskerk (rechts) (© Friedhelm Windmüller / dbb verlag)
Sandra van Heemskerk (rechts) (© Friedhelm Windmüller / dbb verlag)
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