15.08.2017 / komba gewerkschaft nrw

Näher betrachtet: Digitalisierung und Bürokratieabbau

© Eduard N. Fiegel / photofiegel.de
© Eduard N. Fiegel / photofiegel.de

Digitale Arbeitswelt im öffentlichen Dienst.

  • Fakten

Die schwarz-gelbe Landesregierung hat sich die Digitalisierung ganz oben auf die Fahnen geschrieben. Von diesem Prozess sind in hohem Maße die Kommunen, Beschäftigten sowie die Bürgerinnen und Bürger betroffen.

  • Stichwort Digitalisierung

Andreas Hemsing sagt: Der Fokus im Koalitionsvertrag liegt stark auf der Schaffung von technischen Voraussetzungen und damit verbundenen Investitionen. Eine praktische Ausgestaltung, auch in Bezug auf Kommunen, Bürgerinnen und Bürger sowie Beschäftigte, bleibt unklar. Die unumkehrbare Veränderung der Arbeits- und Dienstleistungswelt muss vielmehr in konkreten Ideen beispielsweise für die stärkere Ausgestaltung von Onlinebürgerportalen münden. 

Bei allen Chancen birgt Digitalisierung Risiken. Die in vielen Berufsfeldern bestehende Möglichkeit einer stärkeren zeitlichen und örtlichen Flexibilität am Arbeitsplatz ist prinzipiell zu begrüßen. Hierin sehen wir eine Chance für die bessere Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf. Dies muss jedoch mit klaren Leitlinien durch entsprechende Dienst- bzw. Betriebsvereinbarungen einhergehen. Die Möglichkeiten dürfen in der Praxis nicht dazu führen, das Gefühl einer permanenten Erreichbarkeit seitens der Beschäftigten zulasten ihrer Gesundheit zu erzeugen. Dieser Aspekt fehlt in den Ausführungen des Koalitionsvertrages.

Bereits jetzt ist eine starke Arbeitsverdichtung zu verzeichnen, hinzu kommt der demografische Wandel. Der öffentliche Dienst braucht Personal. Die Digitalisierung kann dabei in einigen Bereichen für eine Entzerrung sorgen, aber nicht unter der Prämisse des Personalabbaus. Die Beschäftigten müssen stattdessen in anderen Bereichen eingesetzt werden.

  • Stichwort Bürokratieabbau

Andreas Hemsing sagt: Der Koalitionsvertrag spricht sich für einen Bürokratieabbau aus. Die Ausgestaltung bleibt offen. Eine Aufgabenkritik ist sinnvoll, sollte aber nicht als Ziel den Personalabbau haben, sondern die optimale Aufgabenerfüllung für die Bürgerinnen und Bürger.Näher betrachtet ... ist Digitalisierung und Bürokratieabbau ein Thema, dass aktiv und durchaus kritisch von gewerkschaftlicher Seite begleitet werden muss.

 

Die Rubrik „Näher betrachtet …“ erscheint im Mitgliedermagazin „inform – Das Mitgliedermagazin der komba gewerkschaft nrw“. Mit der Rubrik geht die Zeitschrift aktuellen Themen nach, fühlt politischen Aussagen und Behauptungen auf den Zahn und beleuchtet durch die komba nrw-Brille, was dran ist. Andreas Hemsing, Landesvorsitzender der komba gewerkschaft nrw, hat sich Digitalisierung und Bürokratieabbau näher angeschaut.

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