19.02.2018 / komba gewerkschaft nrw

komba Reportage - Radeln für den guten Zweck

Rom, Lourdes und Santiago. Drei Destinationen, die mit dem Flieger nicht weit entfernt liegen. Markus Sterthaus von der Berufsfeuerwehr Münster hat einen anderen Weg gewählt, um diese Ziele zu bereisen. Er nahm das Fahrrad und unterstützte mit seiner Reise karitative Einrichtungen.

Mit dem Rad sammelte Markus Sterthaus Spenden (© privat)
Mit dem Rad sammelte Markus Sterthaus Spenden (© privat)

Giro d´Italia, Tour de France und La Vuelta. Was für eingefleischte Fans zu den drei bedeutendsten Rennen im Radsport zählt, hat Markus Sterthaus gemeinsam mit einem Kumpel ein wenig umfunktioniert. Geblieben sind die drei Länder, Räder und viele tausend gefahrene Kilometer. Statt eines Trikots – analog zu den Profisportlern – stand am Ende der Reise allerdings eine stattliche Summe für hilfebedürftige Menschen. 

Das Konzept erklärt Hobbyradler Sterthaus wie folgt: „Jeder gefahrene Kilometer wird von unseren Sponsoren, Privatpersonen oder Firmen, gegen Spenden aufgewogen. Von einem Cent bis zu zehn Cent ist alles dabei. Manche bestimmen direkt einen Festbetrag. Die Summe geht komplett an den guten Zweck. Ein Teil erhält ein Hospiz im Kreis Steinfurt, das Haus Hannah, der andere kommt dem bundesweit tätigen Verein Herzenswünsche in Münster zugute. Die Kosten der Touren zahlen wir beide aus der eigenen Tasche.“

Los ging es 2009 mit der Fahrt nach Rom, 2013 folgte Lourdes und im vergangenen Jahr führte sie der Weg nach Santiago de Compostela. Ihre Bilanz alleine im Jahr 2017: mehr als 2.550 gefahrene Kilometer in 17 Tagen, 158 Stunden im Sattel, drei Regentage, einen Sturz, drei kleinere Schäden am Rad und mehr als 1.080 Personen, die gespendet haben. Jeden Tag um 7 Uhr ging es los, bis abends wurde gefahren. Danach suchten sie einen Schlafplatz für die Nacht oder schlugen auch mal ein Zelt auf. 

Eine Idee wurde zum Leben erweckt

© privat
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Wie die Erfolgsgeschichte ins Rollen kam, weiß Sterthaus noch ganz genau: „Wir sind beide leidenschaftliche Radfahrer. Als wir gemeinsam nach Füssen fuhren, bekamen wir Lust auf weiter entfernte Ziele. Und weil wir noch einen besonderen Anreiz suchten, haben wir die Sache mit dem guten Zweck verbunden.“ 

Im Schnitt dauern die Fahrten 17 Tage, die Vorbereitungszeit für eine solche Reise liegt deutlich darüber. Das normalerweise für einen solchen Zeitraum notwendige Gepäck könnten die beiden auf ihren Drahteseln gar nicht transportieren. Weniger ist mehr lautet daher die Devise beim Packen. „Wenn wir für jeden Tag neue Wäsche mitnehmen, ist die Tasche schnell voll und es wird unhandlich. Daher werden die Sachen unterwegs immer wieder durchgewaschen“, beschreibt Sterthaus das pragmatische Vorgehen. 

Genauso halten sie es mit der technischen Ausstattung. In Italien wurde sogar schon einmal der Kauf eines Vorderrades nötig. In Spanien brauchte es einen Gepäckträgerersatz, nachdem der alte gebrochen war und 15 Kilometer bis zum nächsten Ort provisorisch mit Kabelbindern und Zeltheringen gestützt wurde. 

Auf ihren Reisen begegnen sie stets hilfsbereiten Mitreisenden oder gastfreundlichen Bewohnerinnen und Bewohnern. Dabei hilft ihnen nicht zuletzt ein Brief ihres Bürgermeisters in der jeweiligen Landessprache. „Dieses Schreiben ähnelt ein wenig den Bittbriefen im Mittelalter. Natürlich zeigen wir das nicht überall vor, aber die Übernachtungspreise sinken schon einmal, wenn die Leute von unserer Mission erfahren“, schmunzelt Sterthaus. 

Die Touren sind zweifelsohne mühsam. Doch der Gedanke an die strahlenden Gesichter der Menschen in den beiden Einrichtungen, lässt, laut Radler Sterthaus, einige Widrigkeiten ertragen. Mehr als 46.ooo Euro sind alleine 2017 zusammen gekommen. „Unser Dank gilt nicht nur den zahlreichen Spenderinnen und Spendern, sondern auch unseren Familien und Freunden, ohne ihren Rückhalt könnten wir ein so ambitioniertes Projekt wie dieses gar nicht stemmen“, ist er sich sicher. 

Nach der Fahrt ist vor der nächsten und so steht für Markus Sterthaus fest, dass es die beiden Radfreunde auch in Zukunft wieder für den guten Zweck auf die Straße zieht. Die nächste Etappe ist für 2022 nach Kanada geplant. 

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