24.11.2017 / komba gewerkschaft nrw

25 November: Internationaler Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen und Mädchen

© magele-picture / fotolia.com
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Auch Kolleginnen im öffentlichen Dienst betroffen

Der „Internationale Tag zur Beseitigung von Gewalt an Frauen und Mädchen“ am 25. November erinnert daran, dass Gewalt gegen Frauen jeden Tag stattfindet - in allen Ländern, allen Kulturen und auch bei uns. Dabei ereignen sich diese Übergriffe täglich mitten unter uns: ob zu Hause, am Arbeitsplatz, in der Öffentlichkeit oder im Internet. Viele betroffene Frauen und Mädchen schweigen aus den unterschiedlichsten Gründen, anstatt zu handeln. 

Aktuell werden vermehrt Diskriminierung und Gewalt in den Medien thematisiert – das ist auch gut so. Denn sie ist vielfältig und reicht von verbaler Belästigung bis hin zu Übergriffen, vom Cybermobbing bis zur Vergewaltigung. Auch viele Kolleginnen im öffentlichen Dienst sind davon betroffen, zum Beispiel in den Jugend- und Sozialämtern, im Rettungsdienst, in den Jobcentern, Krankenhäusern und Ordnungsdiensten. Oft zwar (nur) verbaler Natur, hinterlassen die Übergriffe deutliche Spuren, die zu psychischen Erkrankungen führen. Der Krankenstand wegen Diskriminierung und Gewalt nimmt nach wie vor zu! Aber auch hier schweigen oft die betroffenen Frauen. 

„Mut machen, das Schweigen zu brechen und Hilfestellungen geben, um über das Geschehene zu sprechen sind unter anderem Ziele der zahlreichen Veranstaltungen in den Städten und Gemeinden von Nordrhein-Westfalen – vielfach in Zusammenarbeit mit den örtlichen Polizeidienststellen. Auch die komba gewerkschaft nrw sieht noch viel Nachholbedarf darin, mehr geeignete Strategien für die Kolleginnen im öffentlichen Dienst in Zusammenarbeit mit den Arbeitgebern und Dienstherren umzusetzen. Die Landespolitik sei aufgefordert, dabei die Kommunen deutlich intensiver zu unterstützen. Ein positiver Schritt zu mehr Schutz ist zum Beispiel die Reform des Sexualstrafrechts, die vor gut einem Jahr umgesetzt wurde“, sagt Sandra van Heemskerk, stellvertretende Landesvorsitzende der komba gewerkschaft nrw.

Umso erfreulicher sei es, dass von der Vorsitzenden des Ausschusses für Frauen, Gleichstellung und Emanzipation, Regina Kopp-Herr, der Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung, Ina Scharrenbach, sowie Vertreterinnen der Fraktionen anlässlich des „Internationalen Tages zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen und Mädchen“ die Fahne „Frei leben – ohne Gewalt“ des Vereins „Terres des Femme“ vor dem Landtag gehisst wurde. „Doch dem „Flagge setzen“ sollte ein zielgerichtetes und vor allem nachhaltiges Engagement folgen, um die zunehmende Diskriminierung und Gewalt gegenüber unseren Kolleginnen und genauso auch gegenüber unseren Kollegen im öffentlichen Dienst eindämmen zu können. Nur an einem Tag ein Zeichen zu setzen, reicht dabei nicht“, sagt Anusch Melkonyan, Vorsitzende der Kommission für Chancengleichheit und stellvertretende Landesvorsitzende der komba gewerkschaft nrw.


Hintergrund:
Lateinamerikanische Frauenrechtlerinnen haben 1981 den „Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt an Frauen und Mädchen“ ausgerufen. Er bezieht sich auf den 25. November 1960 und erinnert an die Ermordungen der aus der Dominikanischen Republik stammenden Widerstandskämpferinnen Patria, Maria Teresa und Minerva Mirabal durch das Trujillo-Regime.Der Tod der Schwestern ist beispielhaft für die sexuelle, politische und kulturelle Gewalt gegen Frauen. Seit 1987 werden an diesem symbolischen Jahrestag weltweit Zeichen gegen Gewalt an Frauen gesetzt.

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